Martin und Conny beim Ironman 70.3 in Vichy

Es war ein top Tag ! Wir sind um 4:30 aufgestanden. Es war noch sehr dunkel, aber das Wetter war schon absehbar schön: keine Wolke am noch dunklen Himmel. Dann kurz in die Wechselzone und noch mal Rad aufgepumpt und Radflaschen ans Rad (dasselbe für Conny) und dann ab zum Schwimmstart. 
Hier die erste Erkenntnis ein Rollingstart mit Startsprung! Also anstellen und von Conny verabschiedet und dann um 7:20 ins Wasser. 
Es ging eigentlich ganz gut los und ich habe schnell Rhythmus und Linie gefunden. Es war zwar eng auf der Schwimmstrecke aber doch relativ entspannt (keine Schlägerei). Naja und dann bin ich halt geschwommen 1 km in eine Richtung und dann wieder zurück. Ehrlich gesagt hat es sich schneller als 40 min angefühlt aber die Zeit spricht anderes. Ich habe aber auch wie Conny über 2000m.
 
Dann ging es durch eine tolle Wechselzone (ziemlich die beste die ich bisher gesehen habe) toll gelöst mit Wechselbeutel usw. und ab aufs Rad.
In Vichy geht es zuerst raus aus der Stadt um ziemlich viele Ecken und leicht bergauf. Hier hab ich mir vorgenommen nicht all zu viel zu riskieren (war auch richtig da doch viele Athleten hier unterwegs waren) und somit hab ich das ganze also auf dem Unterlenker gefahren bis man Vichy verlässt. Am Ortsausgang dann Kette rechts, und ab auf den Auflieger wo ich gefühlt auch bis zum Rennende war. Ich hatte richtig Druck auf den Pedalen und die Km flogen nur so dahin. Es war so gut, dass ich bei Kilometer 50 mal überlegt habe ob ich mich nicht ein bisschen einbremse, da ich ja noch laufen muss. Dann kurz Puls gecheckt, mich an Deine Worte erinnert "unter145 ist alles im grünen Bereich" und wieder Gas gegeben. Ja und das Ergebnis kennst Du ja 2:34 Std....
Beim Laufen wars dann so, da ich ja mittlerweile relativ gut im Rennen war, waren wirklich schnelle Läufer unterwegs, ich bin nur überholt worden, obwohl ich mit ca 5:00 Schnitt unterwegs war. Da hab ich dann aber den Verstand eingeschaltet und habe etwas rausgenommen (was wiederum richtig war, da es am Ende auf den letzten 2 km echt schwer geworden ist). So vergingen dann die weiteren Kilometer: ich habe angefangen zu rechnen (was nicht gut geht bei mir wenn ich Sport mache) und habe ausgerechnet, dass mit ganz knapp unter 5:30 Std. ins Ziel laufen könnte. 
Als ich dann auf der tollen Finishline die 5:16 Std gelesen habe war die Freude wirklich riesengroß darüber (weil auch nicht für möglich gehalten). 
 
Wie gesagt ich war durch Dein Training auf den Punkt topfit und hatte unglaublich Spass beim Rennen. Selbst nach einem nicht ganz tollen Trainingsjahr (ich konnte nicht immer so viel trainieren wie ich gerne wollte) hast Du mich topfit an den Start gebracht. Mir ist das ein Rätsel wie Du das schaffst mich fit zu bekommen, aber Du schaffst das! Vielen Dank dafür! 
und mittlerweile hast Du mich 1 Std. schneller gemacht auf der Mitteldistanz!
Danke ;-) !!!

Braveheart Battle in Bischofsheim: Marcos 5. Platz

 

Auch heuer stand für mich als Auftaktveranstaltung in die Saison 2017 der Braveheartbattle in Bischofsheim an. Eigentlich alles wie immer, denn ich nehme bereits zum 6. mal an der Veranstaltung teil und erinnere mich immer wieder gern an die überstandenen Strapazen der Vorjahre. Naja zumindest so lange bis es dann doch wieder ernst wird und der Start näher rückt.                                                                                                                                        Wie jedes Jahr stellt sich dann die Frage, wie wird das Wetter am Wettkampftag sein ?        Der Blick im Vorfeld auf den Wetterbericht ist seit dem Umzug der Veranstaltung von Münnerstadt in die Rhön nach Bischofsheim noch einmal wichtiger geworden, denn es könnten zu dieser Jahreszeit dort auch Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sein bzw. Schnee liegen und das könnte den Lauf gerade in Hinblick auf die Wasserhindernisse um einiges anspruchsvoller machen. Aber aber, ich nehme es vorweg, am entscheidenden Tag waren es dankbare 7 Grad. Heuer gab es einige Veränderungen. Die Strecke war 24 km lang, also 6 km kürzer als im letzten Jahr, Da hatten gerade knapp über 50 % der Teilnehmer das Ziel nach 6h gesehen. Dafür wurde heuer nicht an Höhenmetern gespart, es waren in Summe 1400. Ebenfalls neu war der Massenstart. Also ging es nach dem Startschuss mit 3000 Mann gleichzeitig auf die Strecke und zu allererst den Skilift am Arnsberg hinauf. Ich habe mir im Vorfeld schon Gedanken gemacht und mir ausgemalt, von Anfang an etwas weiter vorne mit dabei zu sein, denn wenn nicht wäre das Risiko hoch gewesen, bei dem ersten Hindernis anzustehen und so wichtige Zeit zu verlieren. Die ersten 7 km waren dann auch gleich einmal richtig hart. Nachdem der Skilift erklommen war, ich auch unter die ersten 20 Wettstreitern laufen konnte,  ging es direkt zu den nächsten Höhenmetern die an der Skischanze auf uns warteten. Um es anschließend nochmal zu toppen, verlief die weitere Strecke in die Hänge des naheliegenden Waldes. Hier mussten die wurzeligen und steilen Böschungen mehrmals rauf und runter gelaufen werden, was einen nicht nur Kraft, sondern auch den Kopf mürbe macht. Im weiteren Verlauf kamen die ersten Hindernisse an den Zuschauerhotspots am Kreuzberg. Anschließend weiter die Schlammlöcher durchlaufen und unter Bundeswehrtrucks bzw. elektrisch geladenen Drahtgespannen durch robben. Die 32 Hindernisse in Summe waren heuer dankbar und im Gegensatz zum letzten Jahr auch für Einzelkämpfer machbar. Erinnere ich mich an letztes Jahr, stand ich irgendwann in Bischofsheim allein vor einer hohen Mauer die ich alleine nicht überwinden konnte. Der Preis den man zahlt, wenn man nicht in der Gruppe läuft und keine Helfer hat ist hoch, man wartet dann lange Minuten bis jemand der nachfolgenden Läufer helfen kann. Das im Hinterkopf habe ich auf den Weg nach Bischofsheim mit den beiden vor mir Laufenden eine Allianz geschlossen. Nachdem ich den beiden klar gemacht hatte das man die Hindernisse in Bischofsheim nicht alleine bezwingen kann und dort die meisten aller Hindernisse bzw. Wasserhindernisse warten, liefen wir im Team in den Ort ein. Zudem hatte ich Tim und Henning zuvor Cola und Gels versprochen, da mein zuverlässiger Support dort mit Verpflegung schon wartete und da sagt dann doch keiner „nein“. Übrigens als Verpflegung gibt es an einigen kreativen Verpflegungsstellen neben dem Standard auch Bier und Schmalzbrot. In Bischofheim angekommen mussten dort zig Hindernisse wie gestapelte Strohballen, mit Sägespänen befüllte Baucontainer, mit netzüberspannte Flussquerungen u. Höhenmeter überwunden werden, bevor es dann auch schon wieder auf den ca. 10 km langen Rückweg ging. Da Tim in Bischofsheim auf der Strecke blieb, begleitete mich Henning mit unseren letzten Verpflegungsreserven. Auch auf dem Rückweg mussten die Hindernisse vom Hinweg noch einmal überwunden werden, was erschwert wurde, da dort noch Scharen von Läufern auf dem Hinweg in den Schlammlöchern kämpften oder unter den Bundeswehrtrucks robbten und uns entgegenkamen. Die letzten 5 km erforderten dann noch einmal die allerletzten Körner, mussten hier doch noch einmal nichtendenwollende Waldanstiege überwunden werden, was nun immer mehr an meinen Kräften zehrte. Das Ziel fast in Sicht musste ich den letzten km meinen Begleiter dann doch noch ziehen lassen, was ich aber in Anbetracht der bisherigen Unterstützung auch gerne zuließ. Im Ziel stoppte die Uhr nach 2:24 h und ich kam entkräftet aber glücklich ins Ziel, was den 5. Platz bedeutete. - Ob ich mich für nächstes Jahr wieder anmelde ? Eigentlich wollte ich heuer das letzte Jahr starten, aber nach Platz 6 im letzten Jahr und heuer Platz 5 sollte ich statistisch gesehen noch mindestens viermal starten. ?